Kinderaugen
In der Ecke, ganz verkrochen
sitzt ein Kind, es ist gebrochen.
Ganz in sich zusammgekauert,
baut es auf die eig`ne Mauer.
In den Jahren lange sieben,
konnte es kaum Liebe kriegen.
Statt Umarmung und auch Wärme,
gab es Schläge und nur Ferne.
Das Gefühl der Sicherheit
war für dieses Kind unendlich weit.
Die Versuche dies zu haben,
wurde aus dem Kopf geschlagen.
Die gereichte Kinderhand,
wurde durch Ablehnung verbannt.
Jetzt ist das kleine Wesen schwach,
man weiß nicht –schläft es, oder wacht-
Leere Kinderaugen schaun
in einen großen, kalten Raum.

Mama
Mama, ich hab dich doch so gern!
Mama, warum bist du mir so fern?
Mama, ich sehe die anderen Kinder lachen.
Mama, mit dir würde ich das auch so gerne machen!
Mama, schau mich doch einmal richtig an,
Mama, ich bin dein Sohn und nicht dein Mann!
Mama, die Schläge kamen nicht von mir,
Mama, nur die Hände reichte ich zu dir!
Mama, warum hast du sie nicht genommen?
Mama, warum ist es soweit gekommen?
Mama, weißt du noch wie alt ich bin?
Mama, oder nur, wieviel noch in der Flasche drinn?
Mama, hör mir zu und denke nach!
Ich weiß nicht, wie lange ich noch "MAMA" sag!
